kinderarbeit auf kakaoplantagen in der elfenbeinküste

Doch mit der Rettung des Parks ist es noch nicht getan. Im Land ist die Bewegungsfreiheit wegen des Virus eingeschränkt, Arbeitskontrollen sind zurzeit schwierig. Mehr als eine Million Kinder auf den Kakaoplantagen, Fehlt der politische Wille? Jetzt bin ich hier und versuche, irgendwie zu überleben.". Kakao-Multis kaufen ganze Ernten von Kooperativen ein - und diktieren den Preis. Kakao ist empfindlich, die Kinder dürfen es nicht sein. Die Bohnen müssen rein sein, es darf keine Verunreinigungen geben. Wir sollten stolz sein auf unser Produkt. Meist werden sie dazu gezwungen, auf den Kakao plantagen zu schuften. "Wenn wir den Park nicht bewachen würden, gäbe es ihn längst nicht mehr. Mehr, Kakao-Handel - Von Kinderarbeit und Zockern, Fair-Trade - Neues Label für Schoko-Produkte, Daniel Kehlmann über seinen Film „Das Verhör in der Nacht“. «Das gibt es nicht», hört man oft in Côte d’Ivoire – nicht nur auf den Kakaofeldern. Sie sehen, dass sie hier Geld verdienen können mit dem Kakao - und sie lassen sich hier nieder. Fortschritte gab es seither kaum. Ganz klar. Wir müssen daran glauben, Vertrauen haben in das, was wir haben. Und dann ist auch noch Festivalsaison in Indien. ", Kakao-Handel - Von Kinderarbeit und Zockern (Deutschlandfunk, Informationen am Morgen, 06.12.2014), Fair-Trade - Neues Label für Schoko-Produkte (Deutschlandfunk, Umwelt und Verbraucher, 27.05.2014), Blind für den Widerstand der Kolonisierten, Zwangsprostitution mithilfe von Voodoo-Zauber, "Wir sind in einem freien Land – da muss man keine Preise annehmen", Rassismus bei Hannah Arendt: Blind für Widerstand der Kolonisierten (Sendung), "Vom Leben der Häuser" Gespräch A. Schäfer und D. Nägelke (Feature), Laut UNHCR spielt sich in Burkina Faso die am schnellsten wachsende humanitäre Krise der Welt ab. Mathis wuchtet einen braunen 50-Kilo-Sack mit Kakaobohnen … UNESCO-Weltnaturerbe. Er atmet schwer, wischt sich den Schweiß aus dem Gesicht. San Pedro - die Handelsstadt mitten im Herzen des Kakaoanbaugebiets im Westen der Elfenbeinküste. Weil der Preis so günstig war. Der Kakao der Elfenbeinküste geht als Rohstoff in alle Welt - Schokolade wird anderswo daraus gemacht. Wenn Du dort eine Plantage aufbauen willst, zahlst Du an die Behörde, keiner stellt Fragen, und Du hast Dein Feld - mit fruchtbarem Boden, mitten im Naturschutzgebiet!". Nicht für die Kakaobauern der Elfenbeinküste - aber für die Exporteure, die Schoko-Industrie. Fakt ist auch: In den meisten Dörfern der Elfenbeinküste, in denen Kakao für die ganze Welt geerntet wird, gibt es keinen Strom, kein fließendes Wasser, keine Straßen, keine Schulen. Gleichermassen zuversichtlich gibt sich die ivoirische Regierung. In den letzten Jahren seien die Budgets der zuständigen Behörden deutlich erhöht, Abläufe verbessert, Kompetenzen erweitert, Gesetze angepasst worden. Einige tun es, aber es sind zu wenige.". Große Schoko-Konzerne brauchen hochwertigen, zertifizierten Kakao. Jeder würde hier reingehen, alles abholzen und Landwirtschaft betreiben, es wäre ein Fest für die Kakaobauern und all diejenigen, die es werden wollen!". Der Parkdirektor ist sicher: Ohne die Hilfe aus Deutschland wäre der Tai Park tot. Wir sind stolz auf unseren Kakao. Die soll lecker sein, ganz süß. Es gibt Kinder, die erblinden oder denen die Haare ausfallen - das kommt alles von der Chemie! Die Elfenbeinküste hat die Konvention der Internationalen Arbeitsorganisation ILO unterschrieben, sie soll Minderjährige vor den schlimmsten Formen von Kinderarbeit schützen. Im Weltzeit-Podcast hören Sie regelmäßig, wie sich andere Länder entwickeln: Konflikte, Fortschritte, Besonderheiten abseits der hiesigen Schlagzeilen. Mathis: "Das Geld hat nicht gereicht, dann hat mich mein Vater hierher geschickt, damit ich arbeite. Die Lösung des Problems habe für Präsident Alassane Ouattara höchste Priorität, versichern sie. Suzanne Kabbani stammt aus einer alteingesessenen libanesischen Familie, ist in der Elfenbeinküste aufgewachsen. Gott habe das so gewollt, sagt er. Er rutscht nur noch auf dem Boden herum und sitzt zu Hause. San Pedro ist das Tor zur Welt. Von hier aus wird der größte Teil der Reichtümer der Elfenbeinküste rund um den Globus verschifft: Holz, Kautschuk, Palmöl, Baumwolle, Kaffee - und sehr viel Kakao. Aber wer will das hier draußen im Busch schon kontrollieren, wo es so gut wie keine Straßen gibt. Die Diskrepanz zwischen Worten und Taten ist eklatant – bei der Regierung wie bei den Firmen. Erst dann darf der Kakao aufs Schiff. Deutlich wird das etwa bei einer Strassenkontrolle, bei der sich ein Polizist minutenlang über westliche Journalisten echauffiert, die der Welt «falsche Geschichten» erzählten. Gelernt hat Suzanne Kabbani ihr Handwerk in Frankreich und Belgien, aber widmet es ganz ihrer Heimat - der Elfenbeinküste. 5) 6) San Pedro hat die größte Armensiedlung Westafrikas, Straßen gibt es kaum, dafür aber viel Korruption. Ich will wissen: Wer sind die Bauern, wer sind die Zwischenhändler, was für ein Kakao ist das?". Das alles müsse sich dringend ändern, findet Suzanne Kabbani, Chefin des "Maison du Chocolat Ivoirien" - der ersten Schokoladenmanufaktur der Elfenbeinküste. Außerdem: Seit wegen der Ebola-Epidemie keine Erntehelfer mehr aus dem benachbarten Liberia kommen dürfen, müssen noch mehr Kinder ran als bisher. Schwere Krananlagen made in Germany, gut asphaltierte Straßen, Arbeiter in Sicherheitskleidung. Und mir geht es darum, den Menschen hier klarzumachen, dass sie nicht nur den Rohstoff exportieren müssen, sondern ein fertiges Produkt: Schokolade, hier hergestellt, angemessen bezahlt! 2,03 Mio. Als hätte man ihm eingebläut, er solle dieses Alter angeben, wenn er danach gefragt wird. Genaue Zahlen fehlen indes. NGOs haben sich auf das Thema spezialisiert. Vom Kakaoreichtum ist hier nichts zu sehen. Zur Politik der Regierung sagt ein lokaler Journalist: «Zwischen Abidjan und den Orten, wo Massnahmen umzusetzen wären, liegen Welten. Frank Bremer, früher Landesdirektor der GIZ, heute Hotelbesitzer am Strand von San Pedro: "Profitiert haben hier vor allem die Oberschicht und die internationalen Schokoladenhersteller. Doch Kinderarbeit ist in der Landwirtschaft eher die Regel als die Ausnahme, und besonders auf den Kakaoplantagen müssen Kinder mithelfen - laut ILO sind es derzeit rund 800.000 - allein in der Elfenbeinküste. Eine Million Binnenflüchtlinge wurden vertrieben. «Vieles ist schlicht Fassade», Illegale Plantagen, korrupte Kontrolleure und Minderjährige mit Macheten: Die Welt, aus der unsere Schokolade kommt, dürfte es gar nicht geben, Fabian Urech, Kouadiokro (Text und Bilder), Noch immer arbeiten über zwei Millionen Kinder auf den Kakaoplantagen Westafrikas. Deshalb können viele Kleinbauern noch immer nicht vom Kakao leben. Dabei versprachen die Produzenten, Kinderarbeit um 70 Prozent zu verringern. Wie diese Schokolade schmeckt, wissen die Menschen an der Elfenbeinküste nicht - abgesehen von den Reichen, die sich Pralinen leisten können, meistens teuer aus Europa importiert. Die Bohnen dürfen nicht mehr als acht Prozent Rest-Feuchtigkeit haben. Sie müssen Kakaobohnen über die Grenze nach Ghana schmuggeln oder nebenbei Gemüse anbauen, um ihre Familien zu ernähren. Nicht von den einheimischen Kakao-Funktionären, und auch nicht von den internationalen Konzernen. "Seinem Vater macht Mathis keinen Vorwurf, dass er als Erntehelfer arbeiten muss und nicht zur Schule gehen kann. Zertifikate sollen helfen - Gütesiegel. Dazu gehört die ausgeprägte Armut der Bauern, die auch durch Zertifizierungsprogramme kaum gelindert wird. Und es reicht auch nicht, wenn anderswo ein Hersteller in einer zertifizierten Plantage Kakao kauft, wo angeblich keine Kinder arbeiten. Eine auf Umfragen basierte Hochrechnung für Ghana und die Elfenbeinküste ergab, dass 2013/14 2,3 Mio. Im Idealfall, sagt der Aktivist Brice Delagneau. Am Ende des Gesprächs überreichen die Regierungsvertreter eine Broschüre über ihre Erfolge. Rund 50 Mitarbeiter bewachen den Park, dazu noch ein paar Freiwillige - mit ihnen verhindert Diarrasouba das Schlimmste. Statt zur Schule zu gehen, schuftet Mathis in einer Kakao-Kooperative nahe der Grenze zu Liberia. Leon Adagra ist Landwirtschaftsberater. Obwohl die eigentlich nicht angetastet werden dürfen. "Die Kinder verletzen sich mit den scharfen Macheten bei der Arbeit. Der Besitzer der Kakaoplantage zahlt ungerechnet etwa 250 Euro für das Kind. Mensch und Natur zahlen einen hohen Preis für den Boom. Mathis wuchtet einen braunen 50-Kilo-Sack mit Kakaobohnen vom Rücken und wirft ihn auf eine riesige schwarze Plastikplane. Entweder ich schleppe Säcke mit Kakaobohnen, oder ich bin im Wald, dann helfe ich beim Spritzen der Bäume, oder bei der Ernte - dann sammle ich Kakaofrüchte auf und trage sie in Säcken aus dem Wald. Hier wird Kakao für den großen Schoko-Konzern Cargill geerntet. Suzanne Kabbani schwärmt von den "Grand Crûs" der Schokolade - den besten Sorten aus allen Anbaugebieten des Landes... und sie will sich nicht entmutigen lassen. Sein verquollenes Kindergesicht verrät: Mathis dürfte höchstens dreizehn sein. ", Kakao-Anbau an der Elfenbeinküste: Arbeiterin spaltet eine Kakaobohne (Deutschlandradio / Alexander Göbel). Was läuft schief? Die Nachfrage steigt. Löhne können die Bauern ihnen nicht zahlen. Es mangelt an vielen grundlegenden staatlichen Dienstleistungen, und das fachliche Know-how fehlt oft bei den Bauern. Die Elfenbeinküste produziert derzeit fast zwei Millionen Tonnen Kakao im Jahr - davon kommt mehr als ein Drittel aus Plantagen, die in eigentlich geschützten Tropenwäldern liegen. Die gerät ins Grundwasser, tötet die Iroko-Bäume und verwandelt sie in unbrauchbares Holz. Landwirtschaftsminister Mamadou Sangafowa dementiert das: "Die Regierung setzt sich derzeit mit Reformen dafür ein, dass der Bauer einen fairen Anteil am Ertrag bekommt. Es gibt viele Fälle, bei denen es null Kontrolle gibt, bei denen wir nicht nachvollziehen können, ob das alles fairer Kakao ist, ob er aus zertifiziertem Anbau stammt. Die Kooperative ist eigentlich zertifiziert, trägt ein Gütesiegel. Deswegen sind wir sehr streng, wenn wir die Qualität überwachen!". Dafür unterwerfen sich die Kleinbauern strengen Kriterien - sie müssen nachhaltig und umweltschonend anbauen, Kinderarbeit ist tabu. Hier im Regenwald der Elfenbeinküste ist es feucht und heiß, sicher 30 Grad. Pausen gibt es keine. Sie sind damit ein integraler Bestandteil im Produktionsprozess für Schokoladenprodukte. Da ist es wichtig, dass der Bevölkerung klargemacht wird und auch der Privatwirtschaft, dass dieser Wald unbedingt geschützt wird- denn er ist für das Mikroklima verantwortlich, in dem der Kakao überhaupt erst wachsen kann.". "Hier haben hier Sie eine Milchschokolade mit 53 Prozent Kakaoanteil, eine Praline mit 70 Prozent Kakao, hier haben wir Kokos, auf dem Feuerholz gegrillt, mit Kakao überzogen.. hier frischen Ingwer - ebenfalls mit ivorischem Kakao, und das hier ist eine flüssige Kakaobohne mit Karamell überzogen...". Westafrikas Kinder leiden am Kakao, sagt Leon Adagra. Dazu gehören die verbreitete Korruption und eine schlechte Infrastruktur. Dass es bis zu dieser an sich naheliegenden Erkenntnis zwanzig Jahre gedauert hat, scheint selbst Betroffene im Rückblick zu erstaunen. Jedes Jahr werden 200.000 Hektar Wald gerodet. Auf den Kakaoplantagen Ghanas und der Elfenbeinküste arbeiten Kinder bis zu 12 Stunden täglich. Marcel Bwazo ist der Mann, der den Kakao der Elfenbeinküste auf die Reise schickt - mit seiner Unterschrift gibt er die Containerladungen frei. Aber weil es immer weniger freie Fläche gibt, versuchen sie, Tropenwald zu roden, weil der Boden dort dann sehr fruchtbar ist. In den Lagerhallen stapeln sich tausende Säcke mit Kakaobohnen. Kinderarbeit ist eine Folge einer ganzen Kaskade von Missständen, die wiederum selbst komplexe Ursachen haben. Seine Familie sei arm, trotz Kakao, oder gerade deshalb. Bwazo arbeitet für die staatliche Kakao-und Kaffeebehörde. Viele der neusten Strategien von Firmen, Regierung und NGO spiegeln nun die Notwendigkeit eines solchen «holistischen Ansatzes». Die Frist von 2020, die sich die größten Hersteller wie Mars, Nestlé und Hershey gesetzt haben, läuft bereits nächstes Jahr ab. Selbst Industrievertreter gehen davon aus, dass in den letzten Wochen deutlich mehr Kinder auf den Feldern mitgearbeitet haben. Brice Delangneau: "Es reicht dann nicht, wenn ein Schokoladen-Konzern irgendwo eine Schule mit fünf Klassenräumen hinstellt. Ein Biosphärenreservat, mehr als 50.000 Fußballfelder groß. Jede sechste Tafel Schokolade hat ihren Ursprung in den Naturschutzgebieten von Côte d’Ivoire. «Ihr schadet uns, wenn ihr das immer wieder behauptet.». Es geht ihnen auch um die aktuelle Fremdenfeindlichkeit in ihrem Land. Im Krankenhaus konnten sie dann nichts mehr tun, und der Junge kann heute nicht mehr laufen. Und da wird sich sicher in Zukunft was ändern müssen, und die Bauern artikulieren das ja auch immer stärker, dass sie faire Preise bekommen - damit sie mit dem Geld, das sie haben, nicht nur überleben, sondern auch ihren Betrieb entwickeln können.". Achttausend Kinder habe man in fünf Jahren von der Geissel der Kinderarbeit befreit, steht darin. Fakt ist aber: Die Bauern sind nach wie vor abhängig von den Käufern. Wir arbeiten hier immer von sieben Uhr morgens bis sieben Uhr abends. Vieles ist schlicht Fassade.». Ein Junge, zehn Jahre alt, der beste Schüler seiner Klasse, der hatte sich bei der Kakaoernte ins rechte Bein gehackt, dann hat sich die Wunde entzündet. Alle Rechte vorbehalten. ", Mathis Gesicht ist aufgequollen von den Chemikalien, mit denen er täglich hantiert (Deutschlandradio / Alexander Göbel). Auf jeden Fall: Ein Milliardengeschäft. der Kinder (+18 %) arbeiteten in Kinderarbeit, die jegliche Form von Gesundheit, Psyche oder Moral gefährdet. Made in Côte d'Ivoire! Nachgewiesen sind auch Fälle von Kinderhandel: Kleine Lohnsklaven, zwischen fünf und fünfzehn Jahren alt, werden nach wie vor in Burkina Faso oder in Mali gekauft - und landen auf den Plantagen in der Elfenbeinküste. Wir wollen, dass diejenigen, die die Grundlage des Reichtums der Elfenbeinküste schaffen, auch ihr Stück vom Kuchen bekommen! Es gibt da immer wieder schlimme Beispiele von Entzündungen und Lähmungen. Doch die Branche braucht viel Kakao - die Bauern wollen das schnelle Geld: auf Kosten ihrer eigenen Lebensgrundlage. Marcel Bwazo: "Bevor der Kakao verladen wird, muss ich schauen, ob die Normen erfüllt sind. Die Eltern hatten kein Geld für einen Arzt, die Wunde heilte nicht. «Die Kinder können hier viel lernen.», Teilweise führt diese Sichtweise gar dazu, dass in Abrede gestellt wird, dass das Problem überhaupt existiert. "Es gibt große Produzenten und kleine. Eine Studie der IITA ergab für die Elfenbeinküste, dass 87 % der Kinder die eigenen Kinder der Kakaofarmer sind oder den Farmer persönlich kennen. Mehr als 700.000 Tonnen Kakaobohnen und vorveredelte Kakaomasse werden hier pro Jahr auf riesige Containerschiffe geladen - Tendenz immer weiter steigend. Der Tai-Nationalpark: die grüne Lunge im Westen der Elfenbeinküste, an der Grenze zu Liberia. Das ist – selbst wohlwollend betrachtet – äusserst bescheiden. Entscheidend aber ist die Umsetzung. Zerstört - wie andere Naturparks in der Elfenbeinküste. Aber ein Teil der Parkfläche ist akut bedroht. Die GIZ, die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, hat den Naturschutz in der Côte d'Ivoire auch während der schweren politischen Krisen der letzten Jahre unterstützt. Der Südwesten der Elfenbeinküste ist ein Friedhof der Tropenbäume. Denn möglicherweise zahlt der Hersteller so wenig, dass die Bauern ihre Kinder nicht zur Schule schicken können, und dann arbeiten diese Kinder auf der Plantage mit! Damit macht sie sich zur Fürsprecherin der Kleinbauern. Aber der Preis für das Kilo Kakao bleibt niedrig. eine Tonne Kakao an den großen, und der verkauft alles zusammen weiter. Eine Weiterverarbeitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung zu gewerblichen oder anderen Zwecken ohne vorherige ausdrückliche Erlaubnis von Neue Zürcher Zeitung ist nicht gestattet. Denn in weiten Teilen der Elfenbeinküste sehe die Kakao-Realität ganz anders aus. So ist der Anteil der arbeitenden Kinder, die zur Schule gehen, in beiden Ländern gestiegen - von rund 59 auf 71 Prozent in der Elfenbeinküste und von 91 auf 96 Prozent in Ghana. Auf den Kakaoplantagen an der Elfenbeinküste arbeiten Kinder und Jugendliche unter prekären Bedingungen. Eine Kampagne der First Lady, Präsidentengattin Dominique Ouattara, ermahnt die Bauern, ihre Kleinsten zur Schule zu schicken, und nicht aufs Feld. Kautschuk, Palmöl, vor allem aber: Kakao. «Geht auf die Felder, und schaut selbst: keine Kinderarbeit», wiederholt der Mann zig Mal. "Die Weißen, die Europäer, die machen Schokolade daraus. Bei den Wahlen am Sonntag war die Kernfrage: Soll die Regierung mit den Terroristen verhandeln?Mehr, Unter den jüngeren Tschechen ändert sich die Sicht auf die Sudetendeutschen, die 1945 aus Tschechien vertrieben wurden. Andrea Wilhelmi-Somé, Projektleiterin der GIZ: "Es gibt ja hier sozusagen Staatswälder, wo Kakao angebaut wird. Zertifikate seien oft nur Augenwischerei, meint Brice Delagneau, auf jeden Fall seien sie kein Wundermittel, mit dem sich die Lebensbedingungen auf den Plantagen verändern ließen. Sie sind zwölf oder 13 Jahre alt, wenn sie verkauft werden. Um zu verhindern, dass die Forstbehörde kommt, die Giganten fällt und damit die Plantagen beschädigt, vergiften die Bauern die Bäume. Die hohe Feinstaubbelastung besonders jetzt im Winter erschwert den Krankheitsverlauf und erhöht die Sterberate der Betroffenen. Das Geld, das der Staat mit dem Kakao verdient, versickert hier buchstäblich in riesigen Schlaglöchern, in denen die schweren Lkw steckenbleiben. Sehr schmächtig ist er, trägt löchrige Jeans, ein verschmiertes orangefarbenes Fußball-Trikot der "Elefanten", der ivorischen Nationalmannschaft. Mit einer Cadmium-Lösung. Wir haben hier leider nicht die Mittel, um Druck auszuüben - damit die Hersteller wirklich zur nachhaltigen Entwicklung beitragen. Er sei neunzehn, sagt Mathis schüchtern - und nach kurzem Zögern. Der kleine verkauft z.B. "Kakao ist das wichtigste Produkt der Elfenbeinküste. Copyright © Neue Zürcher Zeitung AG. Laut einem NGO-Bericht ist die Schokoladeindustrie weit davon entfernt, das Problem in den Griff zu bekommen. Das ist das Problem - dieser in weiten Teilen undurchsichtige Prozess der Produktionskette - vom Kakaobaum bis zum Hafen. Nach Europa, nach Russland, in andere afrikanische Länder. Eines immerhin scheint auf breiter Basis erkannt: dass einfache Symptombekämpfungsmassnahmen – eine Aufklärungskampagne hier, eine Kontrolle da – wenig bringen. Die Welt isst den Regenwald auf: Europa, die USA, immer mehr auch Indien und China: Alle wollen hochwertigen Kakao, und zwar immer mehr. Kinder in der Kakaoproduktion arbeiteten, was ein Zuwachs von 24 % im Vergleich zu 2008/09 bedeutet. Ein ganz anderes Bild bietet der Rohstoffhafen in der Lagune von San Pedro. Brice Delagneau von der Umwelt-Organisation Amistad: "Das Problem ist massiv - immer mehr Plantagen werden in diesen so genannten "forêts classées" gepflanzt. In die Schule geht er nicht mehr .... Ja - und dann die Spritzmittel! Parkdirektor Abdoulaye Diarrasouba zeigt Luftbilder - doch die haben mit der Idylle nichts zu tun: Der Park ist umzingelt von Plantagen, soweit das Auge reicht. Aber ich habe sie noch nie probiert.". Ungeachtet der Frage, wie «echt» der Wille dieser Akteure zu umfassenden Verbesserungen tatsächlich ist, geben auch Kritiker zu bedenken, dass es einfache Lösungen nicht gebe – schon gar nicht im Eiltempo. Auf den Kakaoplantagen an der Elfenbeinküste arbeiten Kinder und Jugendliche unter prekären Bedingungen. Schokolade macht bekanntlich glücklich – bloß nicht diejenigen, die den Rohstoff ernten. Das geht, weil alle korrupt sind, vor allem diejenigen, die die Wälder verwalten, die Präfekte, die Beamten. Sonst verschimmeln sie. Zum Gespräch bei der nationalen Kommission gegen Kinderarbeit in Abidjan erscheinen zwei hochrangige Beamte. Auch Kritiker attestieren den Behörden in Abidjan Fortschritte, was die Schaffung besserer Rahmenbedingungen anbelangt. Vom Kakao, der anderswo auf der Welt zu Schokolade verarbeitet wird. "Der Druck auf den Park wird weiter zunehmen, da bin ich ganz sicher. Die schwarzbraunen Kakaobohnen kommen gerade von der Plantage. Alles, was sie verdienen, geht für Spritzmittel drauf. San Pedro ist schon jetzt der wichtigste Kakao-Hafen der Welt. Es kommen immer mehr Migranten aus den Nachbarländern, aus Burkina Faso und Mali. Auf jeden Fall aber haben viele Kinder Haltungsschäden.". Mathis: "Ich habe oft schlimme Rückenschmerzen, von den schweren Säcken, erzählt Mathis. Wo einmal Regenwald war, stehen heute nur noch nackte, graue Riesenstifte - in einem Meer von Kakaoplantagen. Und wir wissen, dass die Kunden in aller Welt ein gutes Produkt erwarten. Hier gibt es in Côte d’Ivoire noch erheblichen Nachholbedarf, gerade in den betroffenen Kakaoanbaugebieten. Nur bleibe vielen Bauern nichts anderes übrig, als billige kleine Arbeiter einzusetzen. Das Versprechen, die Kinderarbeit auf den ivoirischen Kakaoplantagen zu beseitigen, ist zwanzig Jahre alt. «Es klingt seltsam, aber man hat lange schlicht nicht gründlich genug über das Problem nachgedacht», sagt eine Uno-Angestellte. «Mittlerweile ist den meisten klar, dass es umfassende Programme braucht, die an den Wurzeln des Problems ansetzen», sagt die Vertreterin einer Nichtregierungsorganisation (NGO) in Abidjan. Er selbst kreidet der Kakaobranche immer wieder an, sie hätte gar kein Interesse an fairen Preisen und lasse sich nicht in die Karten schauen. Auf den illegalen Kakaoplantagen herrschen katastrophale Zustände. Oder sie haben mit zehn, 12 Jahren schon eine Glatze, vom schweren Tragen auf dem Kopf. «Die Dinge werden sich nun Schritt für Schritt verbessern», heisst es. Grundvoraussetzung für eine Lösung bleibt ohnehin, dass ein gemeinsames Problemverständnis vorhanden ist. Es werden auch Kinder aus den Nachbarländern Mali und Burkina Faso in die Elfenbeinküste verkauft, um dort auf den Plantagen zu arbeiten. Nach dem Fermentieren müssen sie noch trocknen. Voraussetzung sei aber, dass die Industrie am selben Strick ziehe. Er beugt sich tief und verteilt den Inhalt mit den Händen. Diese kleine Genossenschaft arbeitet also nachhaltig, schützt die Umwelt und lässt keine Kinder arbeiten. Gütesiegel wie Fairtrade, Rainforest Alliance oder UTZ sollen dazu führen, dass die Kakaobauern besser bezahlt werden. Er reist durch die Kakao-Anbaugebiete der Elfenbeinküste und versucht, die Bauern über die Folgen der Kinderarbeit aufzuklären. Bauern erhalten für ihre Ernte oft weniger als den vom Staat garantierten Fixpreis von derzeit umgerechnet 1,30 Euro. Dass Kinder auf den Plantagen oft während mehrerer Stunden schwere Lasten tragen – laut einer Nestlé-Untersuchung die häufigste Form von Kinderarbeit in dem Land –, erachten viele Bauern bis heute als unproblematisch. Der Wert des braunen Goldes lässt sich kaum schätzen. Damit nicht genug. Sie ist "Maître Chocolatier" - die erste und bislang einzige Schokoladenmeisterin in ganz Westafrika. Wieso schaut niemand hin? Wir halten dagegen, so gut es geht, auch wenn es immer wieder illegale Camps und Plantagen gibt.". Doch die Aufarbeitung der Geschichte stößt auf Widerstände.Mehr, Über 500.000 Corona-Infizierte gibt es in Neu-Delhi derzeit. "Manche Kinder bekommen einen Buckel, andere wachsen schlecht, viele erleiden auch einen Leistenbruch von den viel zu schweren Säcken. Die ivoirische Regierung hat die Kakaobauern jüngst in einem Schreiben daran erinnert, dass Kinderarbeit strafbar sei. Weil auch in Côte d’Ivoire während der Corona-Pandemie die Schulen wochenlang geschlossen blieben, fürchten Experten einen deutlichen Anstieg der Kinderarbeit. Mehr als 2,2 Millionen Kinder arbeiten auf Kakao-Plantagen in der Elfenbeinküste und Ghana. Nach wie vor arbeiten in Westafrika fast zwei Millionen Kinder auf Kakaoplantagen. «Die Schulschliessungen dürfen keine Entschuldigung dafür sein, die Rechte der Kinder zu missachten», heisst es darin. In einem weißen Kittel steht er vor einer schier endlosen Wand von braunen Säcken. Immer wieder sticht er mit einer scharfkantigen Schaufel in die Säcke hinein - und prüft die Kakaobohnen. Dazu gehört die Tatsache, dass die Unterrichtsqualität schlecht ist und es vielerorts zu wenig Schulen gibt (in ländlichen Gebieten besuchen dreissig Prozent der Kinder nicht einmal die Primarschule). «Vieles ist Augenwischerei und Verzögerungstaktik», kommentiert ein ehemaliger Kakaohändler die Beteuerungen der Industrie. Irgendwann will sie so viel Schokolade herstellen, dass sie sie exportieren kann: zertifiziert, fair gehandelt. Es ist Tradition, dass die Kinder das Handwerk ihrer Eltern lernen, indem sie auf den Plantagen mitarbeiten. Ursachen für Kinderarbeit. Henri Kahon, der Kakaobauer, verteidigt die schwere Arbeit seiner Söhne mit einem Argument, das man oft hört im Anbaugebiet: «Ich habe das so gemacht, nun machen es meine Kinder so.» Ihm sei egal, was die Leute dazu sagten, fügt er hinzu. Langsam, erzählt er, werde den Menschen klar: Kinder gehörten nicht auf die Plantage. Besonders betroffen sind Ghana und Côte d’Ivoire. Barfuß steht Mathis auf der Plastikplane und öffnet den Sack. Wenn die Plantagen einmal da sind, stören die Waldriesen - die wertvollen Iroko-Bäume. Will heissen: Nur wenn es allen bessergeht, wird es auch den Kindern bessergehen.

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